Februar 2024: Karies in den Milchzähnen

Im Babyalter wird der Grundstein für gesunde Zähne gelegt.

Und Sie haben alles richtig gemacht, durch die U1 bis U9 wurde darauf geachtet, dass die Zähne Ihres Kindes von Anfang an gesund sind und es auch bleiben.
Wie alle Eltern möchten auch Sie, dass Ihre Kinder starke, gesunde Zähne haben. Leider sind dennoch kariöse Defekte bei Kindern verbreitet, da der Zahnschmelz von Milchzähnen schwächer ist als beim Erwachsenengebiss.

Die Vorbeugung

Wie bereits im Januar Newsletter beschrieben, ist der beste Ansatz eine Mischung aus richtiger Mundhygiene und Ernährung. Das heißt aber nicht, dass es darum geht, alles wegzulassen das den Zähnen Schaden zufügen könnte.
Neben der richtigen Mundhygiene und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt, können Sie auch ernährungstechnisch viel dafür tun, dass Ihre Kinder keine Milchzahnkaries bekommen. Verzichten Sie möglichst auf zuckerhaltige Getränke und Nahrungsmittel. Setzen Sie nährstoffreiche Lebensmittel wie Gemüse und Obst auf den Speiseplan, wodurch der Speichel Ihres Kindes mit Mineralien angereichert wird.

Durch Plaque verursachter Schaden kann dadurch rückgängig gemacht werden.
Von Natur aus reichern Bakterien sich im Mund Ihres Kindes an und bilden eine klebrige Substanz – Plaque. In dieser Plaque erzeugen die Bakterien die sogenannte Plaque Säure.
Und diese Säure ist es, die den harten Zahnschmelz zerfrisst und zu Löchern führt.

Da sollten Sie beachten:

Zweimal am Tag die Zähne putzen (Nachputzen bis zum 8. Lebensjahr)
30 Minuten nach Genuss von Obst und Süßigkeiten Zähne putzen
Zahnseide verwenden
Kleinkinder zwischen den Mahlzeiten nicht kontinuierlich an der Flasche nuckeln lassen
Ungesü0te Tees und Wasser zu trinken geben
Beschränken Sie den Zuckerkonsum Ihres Kindes und geben Sie Süßigkeiten lediglich direkt nach einer Hauptmahlzeit.
Fluoridhaltige Zahnpasta oder Fluoridtabletten verwenden
Vorsorgeterminen beim Zahnarzt einhalten

Viele Kleinkinder haben schon Löcher in den Milchzähnen.

Wussten Sie, dass jedes zehnte Kind unter drei Jahren von frühkindlicher Karies betroffen ist?
Die Hauptursache sind zuckerhaltige Getränke aus der Nuckelflasche.
Besonders gefährdet bei Kleinkindern sind die oberen beiden Frontzähne, da diese durch die Sauger in den intensiven Kontakt mit den Getränken kommen. Bedenken Sie, dass sich im Bereich der Schneidezähne keine Speicheldrüsen befinden und somit die schützende Wirkung des Speichels fehlt.

Sie haben entweder einen kreideweißen oder dunklen Fleck auf dem Zahn Ihres Kindes entdeckt? Es leidet unter dauerhaftem Mundgeruch und klagt gar über Schmerzen? Dann könnte das an einem kariösen Defekt liegen.
Besuchen Sie unbedingt Ihren Zahnarzt. Er kann fluoridhaltiges Gel oder einen fluoridhaltigen Lack auftragen, um den betroffenen Bereich zu versiegeln. Sollte es sich jedoch bereits um fortgeschrittene Karies handeln, kommt der Bohrer zum Einsatz. Er wird das kariöse Material entfernen und eine Füllung anbringen oder den betroffenen Zahn ziehen.

Milchzähne fallen doch sowieso aus.

Das stimmt! Aber das ist noch lange kein Grund nicht auf die Milchzähnchen zu achten.
Karies im Milchzahngebiss erhöht das Risiko für Karies an den bleibenden Zähnen.
Außerdem drohen kieferorthopädische Probleme. Ist der Zahn so zerstört, dass die Zahnkrone wegbricht, kann es zu Beeinträchtigungen der späteren Kaufunktion und beim Sprechen kommen, vor allem dann, wenn die Milchbackenzähne früh verloren gehen. Sie dienen nämlich als Platzhalter für die nachfolgenden bleibenden Zähne.

Milchzähne tragen somit nicht nur entscheidend zur Lebensqualität und Ästhetik bei, sondern sind auch wichtig für die Ausprägung der Sprach- und Kommunikationsfähigkeit im Kindes- und Jugendalter.

Individualprophylaxe beim Zahnarzt

Mindestens zweimal im Jahr sollten Kinder ab dem 6. Lebensjahr den Zahnarzt zur Prophylaxe aufsuchen.

In der Praxis wird Ihnen erklärt, wie sie sich am besten die Zähne putzen sollten und wie die Zahnpflege optimiert werden kann. Außerdem kann der Zahnarzt frühzeitig kleinste Löcher erkennen und behandeln. Er entscheidet auch, ob eine Versiegelung der bleibenden Backenzähne notwendig ist, um Löcher zu vermeiden.

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