Newsletter April 2021:


Vitamin D – wichtig für die Zähne?

 

Geht es Ihnen auch so? Die Sonne scheint und schon zaubert sie ein Lächeln auf unser Gesicht. Bereits ein kurzer Spaziergang im hellen Tageslicht oder ein halbstündiges Sonnenbad sorgt nicht nur für gute Laune, sie beeinflusst unseren gesamten Organismus und unter anderem auch die Gesundheit des Zahnhalteapparats.

 

Im Zuge zahlreicher zahnmedizinischer Studien wurde nachgewiesen, dass sich hierfür das Vitamin D verantwortlich zeichnet. In der Leber und den Nieren wird es in das Hormon Calcitriol umgewandelt. Vitamin D reguliert den Calcium-Spiegel im Blut und stärkt dadurch den Zahnschmelz. Es fördert die Bildung und Reifung der Knochenstammzellen, regelt die Aufnahme von Kalzium im Darm und fördert den Einbau von Kalzium und Phosphat in die Knochen. Kalzium und Phosphat sind auch Bestandteil starker Zähne.

 

Komplexe biochemische Stoffwechselprozesse des menschlichen Körpers, werden durch Vitamine stabilisiert. Unter den Vitaminen, die der Mensch größtenteils über die Nahrung aufnimmt, nimmt Vitamin D eine Sonderstellung ein. Denn nicht nur der Verzehr bestimmter Nahrungsmittel (Pilze, Seefisch oder Milchprodukte) vor allem die im Sonnenlicht enthaltenen UV-B-Strahlen verstärken die Produktion des Vitamins. Das heißt, der Körper kann bei ausreichender Sonnenbestrahlung den Großteil (80-90 Prozent) des benötigten Vitamins selber produzieren. Die Nahrung hat mit 10-20 Prozent nur einen kleinen Anteil an der Versorgung.

 

 

Kann es zu einer Mangelerscheinung des Vitamins kommen?

 

Da im Winter die die Sonnenstrahlung in unseren Breiten aber zu schwach für eine ausreichende Vitamin-D-Produktion in der Haut ist, greift der Körper auf das in Form von Calcifediol gespeicherte Vitamin D3 zurück – falls vorhanden. Die Speicher befinden sich vor allem im Muskel- und Fettgewebe.

 

Tritt jedoch eine Mangelerscheinung des Vitamins auf, wodurch der Stoffwechsel nur noch beschränkt funktioniert, kann es zu entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparates kommen, die mit dem Verlust von Knochengewebe verbunden sind.

Vitamin D ist auch für die Produktion antimikrobieller Proteine in Form von Cathelicidinen verantwortlich, die gegen schädliche Bakterien, Karies- und Parodontitiserreger wirken.

 

Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass 60 bis 90 Prozent der Bundesbürger in allen Altersklassen einen Vitamin D – Mangel aufweisen.

 

Dagegen scheint ein guter Vitamin D-Status bei Patienten zu weniger Zahnverlust und zu einer insgesamt besseren parodontalen Gesundheit zu führen.

 

 

Kennen Sie Ihren Vitamin D Spiegel?

 

Die meisten Menschen kennen ihren Vitamin D Spiegel nicht. Oftmals wird der Vitamin D–Wert mitbestimmt, wenn der Hausarzt ein großes Blutbild anordnet. Leider ist dies nicht immer der Fall. Fragen Sie ihn doch einmal nach Ihrem Calcidiol-Wert. Je nach Höhe des gemessenen Blutwertes empfehlen Ärzte ihren Patienten unterschiedliche Vorgehensweisen zur Anhebung des Vitamin D – Spiegels. Früher mussten Kinder Lebertran einnehmen, da dieser reich an natürlichem Vitamin D ist. Heutzutage gibt es geschmacksneutrale Präparate wie Tabletten oder Tropfen mit Vitamin D.

Aber Vorsicht! Nehmen Sie diese Produkte nur auf Anraten Ihres Arztes. So wie es zu einem Mangel an Vitaminen kommen kann, ist auch eine Überdosierung von Vitamin-D-Präparaten möglich.

Auf natürlichem Wege also weder durch exzessive Sonnenbestrahlung noch durch reichlichen Verzehr von Lebensmitteln, die viel Vitamin D enthalten, kann dies passieren.

 

Übrigens: Was den mangelnden Aufenthalt in der Sonne angeht sind Vegan lebende Menschen besonders anfällig für eine Unterversorgung, da Vitamin D nur in sehr wenigen pflanzlichen Lebensmitteln in nennenswerter Menge enthalten ist. Es befindet sich in einigen Speisepilzen und in Margarine, die mit Vitamin D angereichert wurde.

 

Wie diagnostiziert Ihr Zahnarzt einen Vitamin D Mangel?

 

Wie kanadische Anthropologen jetzt herausgefunden haben, kann der Zahnarzt einen Vitamin D-Mangel mithilfe einer einfachen Röntgenaufnahme diagnostizieren.

Die Forscher haben festgestellt, dass Vitamin D, Calcium- oder Phosphatmängel mit Veränderungen der Pulpenkammern aufgrund der abnormalen Mineralisierungen einhergehen.

 

Am besten vereinbaren Sie einen Termin und sprechen mit Ihrem Zahnarzt.