Newsletter März:


Salz, ein altes Hausmittel zum Zähneputzen?

 Fotolia 51940115 - salt sprinkled on table © Jiri Hera
Fotolia 51940115 - salt sprinkled on table © Jiri Hera

 Tatsächlich verwandelt Salz unansehnliche Zähne in weiße. Klingt gut, oder? Salz ist von jeher ein grundlegendes Mittel für die Mundpflege und scheint vollkommen unkompliziert. Bevor Sie solche Tipps für bare Münze nehmen, sollten Sie jedoch genau prüfen, ob es wirklich Kochsalz – also Natriumchlorid aus dem Salzstreuer – sein soll. Denn da besteht ein kleiner, aber wichtiger Unterschied zum Natriumbicarbonat.

 

Mundpflege mit Salz:

Kochsalz ist für die Mundpflege ein ausgezeichnetes Mittel gegen Zahnfleischentzündung. Es wirkt desinfizierend und bekämpft Bakterien. Die Zahnfleischbeschwerden lassen nach und die Schleimhäute schwellen ab.

 

Mundspülung: 

1 Teelöffel Salz in einem Glas mit lauwarmem Wasser auflösen und damit den Mund etwa eine halbe Minute lang ausspülen.

 

Zahnpflege mit Salz:

Möchten Sie jedoch Ihre Zähne mit Salz reinigen, z. B. um Zahnverfärbungen zu entfernen oder, um vor einem Bleaching den Zahnschmelz aufzubauen, sieht es ganz anders aus. Von Liebhabern der Hausmittel wird Kochsalz als Pflegemittel empfohlen und ein Peeling der Zähne versprochen. Das hört sich zwar gut an, bedeutet jedoch, dass die Salzkristalle – ähnlich wie Backpulver – den Zahnschmelz abschleifen, es kann auch das Zahnfleisch beschädigen. Kochsalz als wirkungsvoller Ersatz für Zahnpasta ist also nur ein Mythos. Allerdings hat fluoridiertes Speisesalz, nach Erfahrung der Experten, wesentlich zum Rückgang der Karies beigetragen.

Um Ihre Zähne mit Hausmitteln aufzuhellen und ein schönes Lächeln zurückzugewinnen, sollten Sie also das richtige Salz benutzen.

 

Jodsalz mit Fluorid besitzt doppelte Wirkung:

Rückgang von Zahnkaries Gegen Erkrankungen der Schilddrüse, die durch Jodmangel entstehen.

 

Von "herausragendem Nutzen" ist laut Professor Stefan Zimmer von der Universitätszahnklinik Düsseldorf auch die Wirkung des Fluorsalzes direkt am Zahn. "Weil das Fluorid schon während des Essens am Zahn wirkt, schützt es immer dann, wenn während und unmittelbar nach dem Essen von bakteriellen Zahnbelägen kariesauslösende Säuren gebildet werden."

Bei dauerhafter Aufnahme erhöht sich die schützende Fluoridkonzentration im Speichel, der die Zähne umspült.

 

Sole-Zahncreme – das gute Salz

Bei solchen Zahncremes wird ein löslichen Putzkörper aus Natriumbicarbonat verwendet. Sole-Zahncremes regen den Speichelfluss und die physiologische Selbstreinigung an. Durch die Neutralisation schädlicher Säuren beugen Sie Karies vor und hemmen die Neubildung von Zahnstein.