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Schnarcher – die Rebellen der Nacht

(c) panthermedia.net / nenetus
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Ein gesunder und erholsamer Schlaf in der Nacht ist wichtig für unsere Leistungsfähigkeit und Ausgeglichenheit. Doch was, wenn nächtliches Schnarchen die Schlafqualität mindert und damit auch die Regeneration des Körpers?

 

Wie entsteht das Schnarchen?

 

Durch das Zurücksinken des Unterkiefers im Schlaf und durch Erschlaffung der Muskulatur von Zunge und Rachen wird das Schnarchen ausgelöst. Zäpfchen und Gaumensegel beginnen durch die erschlaffte Muskulatur im Sog der Atemluft mehr oder weniger geräuschvoll zu flattern. Mitunter kann es sogar zu Atemaussetzern von mehr als einer Minute kommen. Der Betroffenen wacht dann durch den Sauerstoffmangel abrupt aus dem Schlaf auf. Die Schlafqualität wird dadurch stark beeinträchtigt. Das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Bluthochdruck kann sich durch nicht behandeltes Schnarchen erhöhen.

 

Was hat Schnarchen mit Zähneknirschen gemein?

 

Schläft man nicht mit offenem Mund, wenn man schnarcht? Was also hat Schnarchen also mit Zähneknirschen zu tun?

 

Es gibt Studien, die belegen, dass durchaus eine Verbindung zwischen Schnarchen und Zähneknirschen besteht. Weltweit haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Betroffene um den mangelnden Sauerstoff zu kompensieren, einen unruhigen Schlaf haben und reflexartig aufwachen. Sie heben den Kopf vom Kissen und beißen die Zähne zusammen. Der untere Kiefer wird zusammen mit der Zunge nach vorne gebracht, so dass die Atemwege für mehr Luft geöffnet werden.

 

Zu beachten wäre außerdem. Dass viele Menschen die schnarchen auch an LPR Laryngopharyngealem Reflux oder ‚Stillem Reflux‘ leiden. Dies ist eine Form von saurem und nicht-saurem Pepsin Rückfluss. (Pepsin ist ein Enzymgemisch in unserem Magen.) Es verursacht ein permanentes‚ Brennen im Kehlkopf und/oder im Rachen, vorbei am Ösophagusmund. Da dieses Gewebe nicht für eine derart aggressive Säure geschaffen ist, fängt an zu brennen. Die Membrane im Rachen schwellen an und behindern die Luftzirkulation. Auch das Risiko für Kehlkopfkrebs erhöht sich.

 

Mögliche Hinweise auf LPR:

 

Heiserkeit am Morgen und das ständige Bedürfnis sich zu räuspern. Um sich gegen die Magensäure zu wehren, die den Rachenraum erreicht, produziert der Körper übermäßig Schleim.

 

Eine schlechte Schlafqualität aufgrund der Schwierigkeit, ein ausreichendes Maß an Schlaf zu erreichen und zu erhalten, insbesondere im regenerativen Bereich.

 

Eine schwache Kiefermuskulatur und sensible oder gar lockere Zähne.

 

Wie kann ein Zahnarzt diese Probleme erkennen?

 

Der Zahnarzt sieht oft einen übermäßig abgenutzten Zahnschmelz an den Vorderzähnen. In einem reflexhaften Versuch den Rachen für Luft zu öffnen, wird der Unterkiefer nach vorne gedrückt, wodurch die Vorderzähne viel öfter in Kontakt gebracht werden. Am Tag kommen Zähne normalerweise nur 20 Minuten in Kontakt und zwar wenn wir schlucken. Das heißt, nicht die Zähne sind das Problem, sondern lediglich das Opfer eines komplexen Problems, das andernfalls auf Basis einer korrekten Diagnose zu behandeln wäre.

 

Berichten Sie ihrem Zahnarzt von Ihrem unruhigen Schlaf, von auftretenden Schnarchphasen, Verspannungen der Kaumuskulatur oder Sodbrennen.

 

Soll im Schlafzimmer wieder Ruhe einkehren, schafft eine Schnarcher- oder auch Protrusionsschiene genannt sehr wirkungsvoll Abhilfe. Die Zahnschiene funktioniert wie eine Stütze für Ihren Unterkiefer. Ihr Unterkiefer wird von der Zahnschiene nur ein ganz kleines Stück nach vorne verschoben wodurch verhindert wird, dass die Zunge zurückfällt und die Atemwege blockiert werden. Der Atem strömt ungehindert in die Atemwege, Sie können wieder tief und erholsam schlafen, und Ihr persönliches Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit nehmen spürbar zu.

 

Im Vergleich zu anderen Lösungen sind Zahnschienen bequem zu tragen und einfach zu pflegen.