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Die Wurzel allen Übels

Aus Angst gehen viele Menschen erst dann zum Zahnarzt, wenn sie unter starken Zahnschmerzen leiden. Diese Angst ist heutzutage, dank qualifizierten Zahnärzten und modernster Technik unbegründet. In vergangenen Zeiten wäre wohl so mancher Zahn gezogen worden, der heute durch eine Wurzelbehandlung erhalten werden kann.

 

Durch eine erfolgreiche Wurzelbehandlung werden mit speziellen Instrumenten Bakterien entfernt und die Funktion des Zahnes wiederhergestellt. So kann der Zahn für Jahre erhalten werden.   

 

Wann ist eine Wurzel- oder Wurzelkanalbehandlung notwendig?

 

Werden Bakterien, welche die Zahnsubstanz angreifen, nicht rechtzeitig gestoppt, können diese ins Innere des Zahnes dringen. So kann aus einer unbehandelten Karies eine Entzündung der Zahnwurzel werden. Der Zahn kann jedoch durch eine Wurzelbehandlung gerettet werden.

 

Wie lange dauert die Behandlung?

 

Die Dauer einer Wurzelbehandlung hängt von der Behandlungstechnik und von den Instrumenten ab, die zum Einsatz kommen. Auch der Entzündungsgrad des Zahnes spielt eine Rolle. Im Durchschnitt dauert eine Wurzelkanalbehandlung circa eine Stunde. Doch um die Wurzelkanäle zu reinigen und den hohlen Zahn mit Kunststoff oder Zement zu füllen, ist in den meisten Fällen eine zweite Sitzung notwendig.

 

Der Ablauf

 

Bevor ein solcher Eingriff vorgenommen wird werden Röntgenbilder erstellt, damit der Zahnarzt die Zahnlänge und den Behandlungsstatus beurteilen kann. Im anschließenden Gespräch mit dem Zahnarzt wird geklärt, was medizinisch sinnvoll ist.

 

Wurzelbehandlung oder Zahn ziehen? In der Regel klärt der Zahnarzt den Patienten über mögliche Risiken und Folgen auf.

 

Mögliche Komplikationen:

 

  1. Blutungen
  2. Infektionen
  3. Schmerzen und Schwellungen
  4. Verletzungen an Kieferhöhle oder Nerven
  5. Schädigung umliegender Zähne
  6. Verlust des operierten Zahnes
  7. Verfärbung des Zahns

 

Stimmt der Patient einer Wurzelbehandlung zu, wird eine lokale Betäubung eingeleitet. Die moderne Zahnmedizin ermöglicht heutzutage eine weitgehend schmerzfreie Wurzelbehandlung.

 

Der Zahn wird bis zum Zahn Nerv aufgebohrt damit dieser entfernt werden kann. Damit Bakterien beseitigt werden, spült der Arzt die Kanäle mit einer desinfizierenden Lösung und räumt mit kleinen Feilen das Innere des Zahnes aus. Danach erhält der Zahn eine entsprechende Füllung. Auf diese Weise wurde der wurzelbehandelte Zahn erhalten und sitzt fest im Kiefer. Ein Zahnersatz ist nicht notwendig. Außerdem eignet sich der behandelte Zahn sehr gut als Stütze, sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Brücke über benachbarte Zahnlücken notwendig werden.

 

Da der Zahn nun nicht mehr durchblutet wird, ist er auch instabiler geworden. Meistens wird der Zahn dann überkront. Diese Folgebehandlung besprechen Arzt und Patient während der Wurzelbehandlungsnachsorge.

 

Tipp:

 

Fragen Sie nach, ob bei der Wurzelbehandlung Laser eingesetzt werden. Im Zusammenspiel mit einem Spezialdesinfektionsprogramm und Nickel-Titanwurzelinstrumenten liegen positive Berichte über die Steigerung des Heilerfolgs vor.

 

Was sollten Sie nach einer Wurzelbehandlung vermeiden?

 

Solange die Betäubung anhält, verzichten Sie am besten auf heiße Speisen und Getränke, da man durch die Betäubung Temperaturen leicht falsch einschätzt.

 

Sauna, Solarium und direkte Sonneneinstrahlung sollten Sie zunächst vermeiden.

Da der Zahn nicht so stabil ist wie gesunde Zähne, sollten Sie auf zu harte Nahrungsmittel wie z.B. Nüsse verzichten.

 

Was ist eine Revisionsbehandlung?

 

Eine Wurzelkanalbehandlung ist ein komplizierter Eingriff, der aufgrund der fein verästelten Wurzelkanäle nicht immer glückt. Möglicherweise wurden in der ersten Sitzung die Kanäle nicht ausreichend gereinigt oder es sind Bakterien durch die Füllung in das Wurzelkanalsystem eingedrungen, dann ist eine Revisionsbehandlung nötig. Diese verläuft ähnlich wie die Erstbehandlung. Die Erfolgsquote ist allerdings bei der Revision geringer als bei einer Erstbehandlung.

 

Und die Kosten?

 

Ist der betroffene Zahn als erhaltungswürdig zu betrachten, übernimmt die Krankenkasse die Kosten für die Wurzelkanalbehandlung.

 

! Eine ansonsten geschlossene Zahnreihe bleibt erhalten

 

! Das Fehlen des letzten Zahnes im Kiefer kann verhindert werden

 

! Der betroffene Zahn trägt bestehenden und funktionstüchtigen Zahnersatz