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Doktor Seibold als Gastreferentin zum Thema Parodontologie - die Volkskrankheit Nummer eins und deren erfolgreiche Behandlung bei rechtzeitige Diagnose:


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CMD – Wenn der Kiefer knackt

Bei einem physiologisch richtigen Biss – Okklusion, liegen beide Kiefergelenksköpfchen durch Sehnen, Muskel und Bänder am Schädel festgehalten zentral in den Gelenkpfannen. Die Köpfchen ruhen dabei auf der beweglichen Knorpelscheibe, dem sogenannten Discus. Diese Scheibe, die in ein elastisches Fasergewebe eingebettet ist, auf der er beim Kauen oder Sprechen vor- und zurückgleiten kann, fungiert als Polster zwischen zwei Knochen.

Die Kaumuskulatur hat auf beiden Seiten die gleiche Länge und Spannung. Wenn der Mund geöffnet wird, bewegt sich der Unterkiefer und das Kiefergelenksköpfchen verändert seine Stellung in der Gelenkgrube. Im Normalfall gleitet der Gelenkkopf beim Öffnen zusammen mit dem Diskus nach vorne und fungiert somit als federndes Lager zwischen Gelenkpfanne und Köpfchen.

© Bildagentur PantherMedia  / aliced
© Bildagentur PantherMedia / aliced

Es gibt mannigfaltige Gründe weshalb Ihnen Ihr Kiefergelenk plötzlich Schmerzen verursacht:

Zahnfehlstellungen Zahnersatz der nicht richtig passt Stress Piercing im Mundbereich einseitige Tätigkeiten

Unfälle Überlastung (Intubationen bei OP)

Muskelkater im Gesicht?

Bei einer Dysfunktion des Bewegungsapparats spielt die  muskuläre Dysbalance eine entscheidende Rolle. Der Kaumuskel ist der stärkste Muskel im menschlichen Körper, er könnte 82 kg bewegen. Aufgrund lang andauernder fehlerhafter Leistungsabforderung kann sich das Muskelgewebe jedoch dauerhaft verändern. Der überaktive Muskel kann nicht mehr in seine vorgesehene Lage zurück. Muskel-Knotenpunkte bilden sich. Sie sind häufig Quelle von ausstrahlenden Schmerzen. Oftmals werden diese auch als Zahnschmerz in  gesunden Zähnen empfunden.

© Bildagentur PantherMedia  / maya2008
© Bildagentur PantherMedia / maya2008

Wann besteht Handlungsbedarf?
Schmerzen im Kieferbereich oder  Kopfschmerzen/Migräne.
Nacken-, Schulter- bzw. Rückenschmerzen. Probleme den Mund zu öffnen oder zu kauen. Zähneknirschen, Zahnschmerzen, Parodontose oder empfindliche  Zahnhälse? Muskelverspannungen.
Ohrenschmerzen, Tinnitus, Schwindel.
Neben genetischen Faktoren, einem Unfall oder Zahnersatz, kann Zähneknirschen
(Bruxismus) ein Auslöser für wiederholtes Kieferknacken sein. Im Verlaufe des Tages befinden sich die Zähne zum Kauen oder beim Schlucken nur kurzfristig in Kontakt. Ansonsten kann sich die Kaumuskulatur entspannen. Fühlt sich Ihr Kiefer morgens nach dem Aufwachen oft steif und ermüdet an, ist die Mundöffnung eingeschränkt, kann das auf nächtliches Zähneknirschen zurückzuführen sein. Leider bleibt Ihre nächtliche Aktivität für Ihr Kiefergelenk nicht ohne Folgen. Durch das vermehrte Gleiten des unteren Gelenkanteiles in der oberen Pfanne entstehen Knack- und Reibegeräusche, die einen Hinweis auf die beginnende Zerstörung der Knorpelanteile des Gelenkes geben. Sollten diese Symptome bei Ihnen zutreffen, leiden Sie möglicherweise unter einer Funktionsstörung des Kauorgans, dem Kiefergelenksyndrom oder auch Craniomandibuläre Dysfunktion CMD genannt. Eine Erkrankung die meist im Alter zwischen 20 - 40 Jahren auftritt. 80 Prozent der Patienten sind weiblich. Bei Frauen kann nicht nur aufgrund der erhöhten Wahrscheinlichkeit zum Zähneknirschen der Kiefer häufiger als bei Männern knacken, sondern, weil das Bindegewebe bei Frauen schwächer gestaltet ist als bei Männern. Dadurch kann der Diskus leichter verrutschen. Diese oft schmerzhafte Störung kann langfristig sogar zu Verschleißerscheinungen am Kiefergelenk führen. Im schlimmsten Fall kann das gesamte Gelenk zerstört werden, am Ende reiben nur noch Kiefer- und Schädelknochen aufeinander.

 

Die Therapie
Um eine massive Schädigung des Kiefergelenks zu vermeiden, sollten Sie bereits bei den ersten Symptomen reagieren. Ein Besuch beim Zahnarzt ist dringend notwendig!!! Er kann die Kiefergelenkschäden genau diagnostizieren und durch spezielle elektronische Messverfahren den physiologisch richtigen Biss ermitteln.
Nicht selten sind Füllungen, Kronen, Zahnersatz oder Brücken die nicht mehr richtig passen die Störfaktoren. Hierbei kann der Zahnarzt schnell Abhilfe schaffen. Sollten die Ursachen der Funktionsstörung und ihrer Schmerzen jedoch nicht im Mundbereich liegen, wird sich Ihr Zahnarzt gemeinsam mit Ihnen auf die Suche begeben. Dabei wird es dann um den Allgemeinzustand ihrer Gesundheit gehen, um Ernährungsgewohnheiten und Stressfaktoren im Alltag. Natürlich gibt es  Entsprechende Schmerzmittel, doch häufig helfen Wärme, Physiotherapien
und Entspannungsübungen. Je nachdem wie lange eine Kiefergelenkstörung besteht benötigen Muskulatur und Kiefergelenk Hilfe beim Zurückführen in natürliche Bewegungsabläufe. – Eine Schienentherapie könnte helfen. Und damit die Schiene entlastet oder korrigiert ist nicht nur die Anfertigung nach Abdruck nötig, sondern auch die Registrierung der Bewegung die Ihre Kiefer zurzeit der Funktionsstörung vollziehen. Dazu werden verschiedene Techniken angewandt. Die falschen Bewegungsabläufe werden in einem Gebisssimulator (Artikulator) nachgestellt. Auf diese Weise wird die Funktionsfähigkeit der Therapieschiene geprüft. Auf diese Weise wird nicht nur entlastet und korrigiert sondern auch dem Schmerz Einhalt
geboten. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt Anleitungen für Entspannungsübungen geben.

 

Tipp November:

Sie haben sich mit zusammengebissenen Zähnen ertappt?

Öffnen Sie ihren Mund für etwa 10 Sekunden ganz weit und dann entspannt wieder schließen.

Wichtig! Nicht die Zähne nur die Lippen berühren sich.

Finden Sie ein Gegengewicht zu Ihrem Stress. Ablenkung oder bewusst in den Alltag

eingebaute Ruhemomente. Schalten Sie PC und Handy ab und gönnen Sie sich etwas Schönes. Ein Spaziergang an frischer Luft wirkt mitunter Wunder.

Nächste Veranstaltung:

Zur Zeit befinden wir uns in der Planung für die nächste Veranstaltung. Weitere Infos folgen!


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