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Anzeige aus dem Stuttgarter Wochenblatt:

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 Was versteht man unter Endodontie oder Endodontologie?

 

Bei Endodontie handelt es sich um die Lehre vom Zahninneren. Endodontie bezieht sich auf einen Teilbereich der Zahnheilkunde. Schwerpunktmäßig befasst sie sich mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes und des periapikalen Gewebes. Im zahnmedizinischen Fachjargon wird das Zahninnere als Zahnpulpa bezeichnet.

Der Hauptbestandteil des Zahnes besteht aus knochenähnlichem Gewebe, dem Dentin, das sich sowohl in der Zahnkrone als auch im Wurzelbereich befindet. Kleine Kanälchen – die sogenannten Dentintubuli, die bis an die Schmelzgrenze heranreichen, durchziehen das Dentin. Diese winzigen Kanäle können Bakterien als Eintrittspforte in das Zahninnere dienen.

Pulpitiden sind akute oder chronische Entzündungen des Zahnmarks, der Blut- und Lymphgefäße, der Nerven und des Bindegewebes oder des Zahnhalteapparats als Folge einer dieser Erkrankungen.

Alle endodontischen Behandlungen der Pulpa fallen in den Bereich der Endodontologie und dienen der Erhaltung des eigenen Zahnes.

 

Die Ursachen

 

Die Ursachen für die Entzündung des Zahnmarks sind vielfältig. Oftmals dient ein kariöser Defekt, die eine gewisse Zeit schmerzfrei verläuft, als Eintrittspforte für Bakterien. Möglicherweise kann auch eine Zahnfraktur zu einer äußerst schmerzhaften Pulpitis führen. Auch eine Entzündung der Pulpa von retrograd ist möglich, wenn der Zahnhalteapparat so weit geschädigt ist, dass die Infektion über die Zahnfleischtasche bis an die Wurzelspitze vordringt und von dort in den Wurzelkanal aufsteigt.

Die unbehandelt Pulpa stirbt im Verlauf einer odontogenen Infektion ab und Keime breiten sich in den Wurzelkanälen aus. Der Körper reagiert mit einer Entzündung des Zahnhalteapparates im Sinne einer Abwehrreaktion. Eine Parodontitis apicalis kann in einer akuten, oft mit Schmerzen verbundenen Form vorliegen. Diese kann unter Umständen röntgenologisch nur schwer verifiziert werden. Im Gegensatz zu der chronischen Form der Parodontitis apicalis, da die Auflösung der Knochenstruktur im Bereich der Wurzelspitze im Röntgenbild als sogenannte Aufhellung sichtbar sein kann.

 © Bildagentur PantherMedia  / Andreas Fülscher
© Bildagentur PantherMedia / Andreas Fülscher

Behandlung

 

Die häufigsten Behandlungen in der Endodontie sind die Behandlungen des Wurzelkanals.

Im Gegensatz zu einem Implantat, das in der Regel binnen 30 Minuten gesetzt werden kann, dauert eine Wurzelkanal- behandlung bis zu drei Stunden, vor allem bei Backen- und Mahlzähnen.

 

Nach einer Lokalanästhesie wird zunächst über die Kaufläche eines Zahnes ein Zugang zum Zahninneren geschaffen. Nach Entfernung des sichtbaren Gewebes zum Beispiel der alten Wurzelfüllung, erfolgt das Auffinden und die Darstellung der Wurzelkanäle. Im Folgenden werden diese minimalinvasiv erweitert und sehr intensiv gespült, um eine maximale Bakterienreduktion auch in den Seitenkanälchen zu erreichen. Zur weiteren Desinfektion.

wird am Ende der ersten Behandlungssitzung ein weiteres Medikament in die Kanälchen eingebracht. Anschließend wird der Zahn mit einer Kunststofffüllung verschlossen. Dadurch wird der Zutritt von Bakterien zwischen den Behandlungssitzungen aus- geschlossen zudem wird der gewohnte Kaukomfort gesichert.

Der endgültige Verschluss des Zahnes erfolgt durch eine Wurzelfüllung, während der zweiten Sitzung, nach erneuter intensiver Spülung und Desinfektion der Kanälchen. Eine Wurzelkanalfüllung besteht hauptsächlich aus einem volumenstabilen Kernmaterial und einer erhärtenden Wurzelkanalfüllpaste bestehen. Das gewährleistet einen möglichst dichten Verschluss der Hohlräume. Zur Stabilisierung des Zahnes wird, falls nötig, ein Glasfiberstift eingebracht. Ihre Sitzung endet mit dem bakteriendichten Verschluss des Zahnes.

 

In der Regel ist dieser Eingriff heutzutage, dank modernster Behandlungsmethoden und Betäubungsmittel, völlig schmerzlos.

 

Tipp März:

 

Wussten Sie, dass Zähne und Zahnfleisch am liebsten von Speichel umspült werden? Und wussten Sie, dass dieser hauptsächlich aus Wasser besteht? Wer viel Wasser trinkt sorgt also für einen besseren Speichelfluss. Außerdem ist Wasser, da es zucker- und säurefrei ist, unschädlich für die Zähne. Wasser ist nicht nur ein Durstlöscher, sondern kann auch als Zahnreinigungsersatz dienen, wenn Sie nach dem Essen keine Zahnbürste zur Hand haben.