Newsletter Januar 2016:


Gesunde Zähne – ein Leben lang

© Bildagentur PantherMedia  / monkeybusiness
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Zahnpflege von Anfang an

 

Spätestens kurz nach dem Durchbruch des ersten Zahnes sollte der erste Zahnarztbesuch erfolgen. Doch schon während der Schwangerschaft kann sich die werdende Mutter bei ihrem Zahnarzt über die richtige Mundhygiene bei ihrem Baby informieren. Die moderne Zahnmedizin geht davon aus, dass die Mundhöhlenbakterien der engsten Bezugsperson an das Kind weitergegeben werden. Leiden die Eltern oder ein Elternteil beispielweise an Karies, steigt das Risiko fürs Kind, ebenfalls daran zu erkranken. Schnuller oder Löffel des Babys ablecken verboten! Ist der erste Zahn dann da, darf das Kind zum ersten Mal auf einem Zahnarztstuhl Platz nehmen und der Zahnarzt wird sich die Zähne der Kleinsten auf spielerische Art ansehen. Diese Untersuchungen sollten regelmäßig erfolgen, damit sich die Kinder an den Zahnarzt gewöhnen, und auf diese Weise die Prophylaxetermine nach und nach als etwas Selbstverständliches ansehen.

 

Auch Milchzähne bedürfen Pflege

 

Mindestens einmal täglich sollten Sie die Zähne ihres Kindes, ab Durchbruch des ersten Zahns, mit einer weichen, angefeuchteten Bürste oder einem Wattestäbchen mit einem erbsengroßen Stückchen Kinderzahnpasta reinigen. Spätestens, wenn Ihr Kind zwei Jahre alt ist, sollte zweimal täglich geputzt werden. Dabei helfen bestimmte Kinderzahnbürsten bei denen Länge und Größe der Borsten und der Griff altersgerecht gestaltet sind. Besorgen Sie spezielle Kinderzahncremes mit geringem Fluoridgehalt, da die Kleinen beim Putzen mehr Zahncreme verschlucken als Erwachsene. Zahnpasten mit mehr als 500 mg Fluorid pro Kilogramm sollten erst ab sechs Jahren verwendet werden. Zudem sind Kinderzahncremes vom Hersteller farblich und geschmacklich aufgepeppt.

Obwohl die Milchzähne nur wenige Jahre halten müssen, darf deren Pflege nicht vernachlässigt werden. Denn sind die Milchzähne erst einmal von Karies befallen, vermehren sich Kariesbakterien rasch in der Mundhöhle und gefährden die später durchbrechenden bleibenden Zähne.

Milchzähne sind Platzhalter für die nachwachsenden Zähne und ein vorzeitiger Verlust kann zu mangelnder Funktion des Kauorgans führen und somit die Gebissentwicklung der Kinder erheblich beeinträchtigen.

Mit etwa drei Jahren kann Ihr Kind dann selbst die Zahnpflege übernehmen. Ab diesem Alter kann es auch eine elektrische Zahnbürste verwenden.

 

Unter der Anleitung der Eltern lernt es stufenweise, die Zähne ringsum sauber zu halten:

 

1. Ihr Kind kann die Kauflächen putzen
2. Ihr Kind "malt" mit aufeinander stehenden Zähnen Kreise auf die Außenseiten der Zahnreihen
3. Ihr Kind lernt zusätzlich das "Ausfegen" der Innenseiten.

 

Dazu gibt es übrigens reizende Kinderlieder auf CD oder im Internet.

© Bildagentur PantherMedia  / gpointstudio
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Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, das Putzen zu üben. Zu Beginn ist nicht die Gründlichkeit entscheidend, sondern, dass das Kind versteht, weshalb und wie Zähne geputzt werden.

Während der ersten Jahre sollten Eltern regelmäßig nachputzen, da Kinder noch nicht über die entsprechende Feinmotorig verfügen. Wie gut ein Kind schon putzt zeigt der Zahnarzt indem er die Zähne mit Lebensmittelfarbe einfärbt. Der Zahnbelag der beim Putzen nicht entfernt wurde wird auf diese Weise sichtbar.

Die Prophylaxefachkraft säubert dann die Zähne gründlich. Sollte der Zahnarzt zu einer Versiegelung der Oberflächen der Backenzähne raten, nehmen Sie seinen Rat und die Behandlung an, sie schützt vor Karies und ist Kostenfrei. Sicher hat der Zahnarzt auch einige zahngesund Ernährungstipps für Sie, die er Ihnen gerne mit auf den Weg gibt. Planen sie diese Vorsorgetermine zweimal im Jahr fest in Ihren Familienkalender ein. So hat Ihr Zahnarzt die Möglichkeit, bei möglichen schädlichen Veränderungen im Gebiss Ihres Kindes schnell zu reagieren.

Mit Beginn der Schulzeit wird Ihr Kind sich systematisch die Zähne putzen können. Doch auch jetzt noch empfiehlt sich die regelmäßige Kontrolle der Zähne. Besondere Aufmerksamkeit gehört den ersten bleibenden Backenzähnen, die wegen ihrer Rillen in den Kauflächen besonders kariesgefährdet sind.

 

Teenager und Mundhygiene

 

Allgemein betrachtet wird die Mundhygiene schlechter, umso älter ein Mensch wird. Bei jungen Leuten genießt das Thema Mundhygiene und Zahnpflege sicherlich nicht oberste Priorität. Die Zeit in der sich diese Vorsorge einmal auswirken wird, ist allzu fern. Doch sie wollen schön sein, bewundert werden und darum widmen sie der Pflege Ihres Körpers viel Zeit.

Mittlerweile hat durchschnittlich jeder Jugendliche 4,5 kariöse Zähne. Vor etwa zehn Jahren waren noch 7 Zähne befallen. Das liegt an den kontinuierlichen Prophilaxebemühungen. Jugendliche, die sich im Alter von 10 – 17 Jahren intensiv um ihre Zahnpflege kümmern, haben es leichter im Leben. Trägt nicht ein strahlendes Lächeln mit gesunden und gepflegten Zähnen wesentlich zur Attraktivität bei? Es kann sogar der Türöffner für den Traumberuf sein.

Eltern sollten darauf bestehen, dass zweimal im Jahr die Kontrollbesuche in der Zahnarztpraxis eingehalten werden. Die Kosten für umfangreiche Prophylaxeleistungen werden bis zum 18. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen.

Das tägliche Zahnpflegeprogramm bei Jugendlichen ist ein Muss, da sie sich oft von Ungesundem ernähren. Pizza, Chips und Süßigkeiten werden oft auch noch spät abends zu sich genommen. Nicht zu vergessen die Vorliebe für zuckerhaltige Erfrischungsgetränke wie Limo, Cola und Säfte. Der Grundstein für Karies ist schnell gelegt, da bereits wenige Monate schlechte Ernährung und inkonsequenter Zahnhygiene genügen, um ein über Jahre penibel gepflegtes Gebiss zu ruinieren.

 

Das tägliche Zahnpflegeprogramm bei Jugendlichen ohne Zahnspange:

 

Morgens:

 

1. Vor dem Frühstück Zähneputzen, da die Zähne nach jedem Essen einem Säure-Angriff ausgesetzt sind, der etwa 30 Minuten dauert. Werden innerhalb dieser 30 Minuten die Zähne geputzt, werden die Zähne zusätzlich beschädigt. Besser nach dem Essen, einen Zuckerfreien Zahnpflegekaugummi kauen, der den Säureangriff schon nach wenigen Minuten beendet.

Darum, vor dem Frühstück die Zähne putzen! Wichtige Mineralstoffe wie Fluorid härten den Zahnschmelz und die Zähne sind dann widerstandsfähiger für den danach auftretenden Säureangriff.

2. Zunge mit Zungenschaber reinigen.

3. Nach dem Frühstück Mundspüllösung mit Fluoriden.

 

Mittags:

 

Mindestens Zahnpflegekaugummi oder Zahnpflegepastillen 25 Minuten lang kauen oder eine fluoridhaltige Mundspüllösung verwenden. Die Speichelproduktion wird dadurch erhöht, Säureattacken auf Zahnschmelz und Zahnfleisch werden vermindert.

 

Abends:

 

1. Alle Zahnzwischenräume mit Interdentalbürsten oder Zahnseide reinigen.

2. Zähne mit der für Jugendliche empfohlenen Zahnbürste, Putztechnik und Zahncreme

Reinigen. Auf geringen Anpressdruck achten.

3. Nach dem Reinigen nicht mit Wasser ausspülen – nur ausspucken. Fluoride, antibakterielle Stoffe u.a. Wirkstoffe der Zahnpasta werden erst nach etwa 4 - 5 Minuten aktiv.

4. Zunge mittels Zungenschaber reinigen.

 

Sinnvoll wäre es zudem die Furchen der großen und kleinen Backenzähne vom Zahnarzt versiegeln zu lassen, um Bakterienansammlungen zu verhindern.

 

Zahnpflege bei Erwachsenen

 

Alles was für Jugendliche gilt, sollten auch Erwachsene beherzigen. Die Basispflege übernimmt jeder selbst. Zweimal am Tag die Zähne mit fluoridhaltiger Zahncreme putzen, die Zahnzwischenräume mit Zahnseide reinigen und einmal in der Woche ein Fluoridgel auftragen. Außerdem helfen eine vernünftige Ernährung, wie rohes Gemüse, Vollkornbrot und viel Mineralwasser. Gutes Kauen kräftigt den Halteapparat unsere Zähne. Wer nicht auf Süßigkeiten verzichten kann, sollte den Heißhunger einmal am Tag richtig stillen und danach die Zähne putzen nicht vergessen!

Wer Angst hat, kräftig zuzubeißen, weil es weh tut, muss zum Zahnarzt. Schmerzen von Zähnen oder im Kiefer, Zahnbettentzündungen, sich zurückbildendes Zahnfleisch, sollten immer ernst genommen werden. Bei vor Jahren gefüllten Zähnen, kann es notwendig sein, diese Füllungen zu erneuern oder neue hinzugekommene Karies zu behandeln. Freiliegende Zahnhälse bei Parodontose führen oft zu Schmerzen bei der Berührung mit Heißem oder Kaltem, unter anderem wird der Kieferknochen angegriffen und kann gar zum Zahnverlust führen. Der Zahnarzt erkennt Probleme und kann wirksam gegensteuern. Es lohnt sich, um jeden Zahn zu kämpfen.

Mit der PZR (professionelle Zahnreinigung) kann Karies und Parodontose vorgebeugt werden. Eine Fachkraft befreit die Zähne von Zahnstein und Belägen. Außerdem werden Verfärbungen von Tee, Kaffee, Tabak und Rotwein entfernt. Im Anschluss werden die Zähne poliert und fluoriert, um zu verhindern, dass sich zu schnell neue Beläge bilden und um sie widerstandsfähig gegen Karies zu machen.

Mit zunehmendem Alter verändert sich das Gebiss. Zahnfleisch und Knochen bilden sich zurück, die Zähne haben meist nicht mehr ihren ursprünglichen festen Halt im Kieferknochen, Lücken im Gebiss führen dazu, dass auch der Kiefer seine Form ändert. Damit Zähne, trotz kleiner Schäden, so lange wie möglich gut funktionieren, sollte regelmäßig ein Zahnarzt darauf schauen.

 

Senioren und Zahnpflege

 

Immer mehr ältere Menschen haben, dank der besser werdenden Zahnpflege der vergangenen Jahrzehnte, eigene Zähne. Es ist nicht selten, dass 80- und 90 jährige noch einen Teil ihrer eigenen Zähne haben. Ein Hauptproblem bei älteren Menschen ist die nachlassende Feinmotorik. Der Griff handelsüblicher Zahnbürsten ist für Senioren oft zu dünn, so können sie diese nicht richtig greifen und somit auch nicht richtig putzen. Spezielle Seniorenzahnbürsten mit dickem Griff können Abhilfe schaffen. Halter, in die Zahnseide gespannt ist, sorgen zudem für eine Reinigung in den Zahnzwischenräumen.

Auf keinen Fall sollte die tägliche Zahnpflege vernachlässigt werden. Da im Alter das Immunsystem schwächer wird, können kleine Entzündungen enorme Folgen haben.

Sehr wichtig sind daher regelmäßige Besuche beim Zahnarzt. Oftmals empfiehlt der Zahnarzt, den Abstand zur nächsten Zahnreinigung auf drei Monate zu verkürzen.

Gerade im Alter sind für das Wohlbefinden schmerzlose Zähne mit denen man gut kauen kann, besonders wichtig. Ist das mit den eigenen nicht mehr möglich, gibt es in der heutigen Zahnmedizin zahlreiche Möglichkeiten, diese zu ersetzen. Das Spektrum reicht von Kronen und Brücken über Implantate zu Teilprothesen. Auch hier gelten dieselben Regeln wie bei den eigenen, sorgfältige Pflege und regelmäßige Kontrolle bei Ihrem Zahnarzt.

 

Welche Lösung für Sie die Beste ist, besprechen wir gerne und ganz individuell mit Ihnen. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin. Tel. 0711-6492353

 


Tipp des Monats:

Wussten Sie, dass Brokkoli ein gehaltvolles Gemüse im positiven Sinne ist? Es enthält kaum Kalorien, dafür ist es umso wertvoll an Inhaltstoffen wie Vitamin C, Magnesium und besonders viel Kalzium. Der Mineralstoff ist gut für die Zusammensetzung der Knochen und stärkt die Zähne. Brokkoli muss nicht gekocht werden, er schmeckt auch roh und ist in dieser Variante besonders nährstoffreich.