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Salz – überlebenswichtig für die Zähne

 Fotolia 51940115 - salt sprinkled on table © Jiri Hera
Fotolia 51940115 - salt sprinkled on table © Jiri Hera

Einst war es ein wichtiges Wirtschaftsgut, heute ist es ein Alltagsprodukt, das jeder isst und verwendet.

 

Schmeckt Ihnen eine ungesalzene Suppe? Täglich essen in Deutschland Frauen durchschnittlich 6,5 Gramm und Männer 9,0 Gramm Salz.

 

Keine Zelle unseres Körpers könnte ohne Salz existieren. Salz ist ein lebenswichtiges Mineral, auf das wir nicht verzichten können, da es an vielen Funktionen in unserem Körper beteiligt ist. Das Herz könnte ohne Salz nicht schlagen. Blutzirkulation, Stoffwechsel und andere Körperfunktionen wären nicht möglich, da Natrium den Wasserhaushalt, die Reizübertragung von Muskel- und Nervenzellen regelt und viele Stoffwechselvorgänge aktiviert. Chlorid bewirkt die Bildung der Salzsäure im Magen, eine Komponente des Magensaftes der Proteine aus der Nahrung aufspaltet und unerwünschte Mikroorganismen unschädlich macht.

 

Salz ist nicht gleich Salz          

 

Welches ist das richtige Salz? Im Handel werden uns mittlerweile unzählige Sorten angeboten. – Kräutersalz, Himalayasalz oder Speisesalz.

Bei herkömmlichem Supermarktsalz handelt es sich um Salz, das einen Raffinierungsprozess durchlaufen hat, während dem bis auf Natriumchlorid fast alle Mineralstoffe wie z.B. Magnesium, Kalzium, Kalium, Eisen, Zink und weitere lebensnotwendige Spurenelemente herausgefiltert werden.  

Möchten wir unseren Zähnen Gutes tun, sollte unsere Wahl unbedingt auf fluoriertes Speisesalz fallen.

 

Fluorid schützt die Zähne

 

Das Spurenelement Fluorid schützt unsere Zähne, darum sind wir auf die regelmäßige Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Da es in den meisten Lebensmitteln nur spärlich vorhanden ist, müssten wir gezielt und regelmäßig bestimmte Meeresfrüchte und Mineralwasser zu uns nehmen, um für ausreichend Schutz zu sorgen. Fluorid entfaltet seine Wirkung, bereits während des  Essens, ausschließlich lokal am Zahn. Es siedelt sich im Kristallgitter der Zahnhartsubstanz an und macht den Zahnschmelz widerstandsfähiger gegen Säuren. Zudem wirkt Fluorid über den Speichel. Bereits minimale Mengen in einer Konzentration von 0,00001 Prozent reichen aus, um Karies abzuwehren. Bedenken Sie, dass schon ein Anteil von einem Prozent Zucker in der Nahrung, den pH-Wert während des Essens in Säure verwandelt und den Zahnschmelz angreift. Unser Speichel umspült die Zähne und sorgt dadurch für den Wiederaufbau von Mineralien. Im Idealfall besteht ein Gleichgewicht von Ent- und Remineralisationsvorgängen.

 

Das meistverkaufte Salz ist Jodsalz mit Fluorid

 

Studien belegen, dass bei Schulkindern und Jugendlichen, seit der Einführung von fluoridiertem Speisesalz Karies stark zurückgegangen ist. Zahnärztliche Organisationen und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, empfehlen die Zufuhr bereits ab dem Kleinkindalter.

Im Handel ist das fluorierte Salz meist als Haushaltssalz, unter der Bezeichnung „Jodsalz mit Fluorid“, erhältlich. Dieses Kombisalz gibt es bereits seit gut zwanzig Jahren. Deutschland war übrigens das dritte Land, das fluoridiertes Salz in Europa eingeführt hat. Inzwischen ist es mit einem Marktanteil von 67 Prozent, das meistgekaufte Haushaltssalz in Deutschland. Eine einfachere und preiswertere Maßnahme, Kariesschutz schon während des Essens zu betreiben, gibt es wohl kaum.

 

Tipp Mai:

 

Zahnschmerzen: wo genau?

 

Ist es Ihnen auch schon Mal so ergangen? Sie haben Zahnschmerzen, aber ob es sich dabei um einen Zahn aus dem Ober- oder Unterkiefer handelt können Sie nicht mit Sicherheit sagen?

Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg und der finnischen Uni Turku fanden heraus, warum das so ist.

Der Grund liegt an der Weiterverarbeitung von Informationen in unserem Gehirn. Schmerzreize aus dem Ober- und Unterkiefer werden im Hirnstamm getrennt verarbeitet. Auf dem Weg zum Großhirn geht diese Trennung, so die Wissenschaftler, weitgehend verloren und das Gehirn kann den Schmerz nicht mehr genau lokalisieren.