Newsletter März 2015:

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Kauen Sie sich gesund!

 

Wussten Sie, dass eine vollwertige Ernährung nicht nur vor Gefäßverkalkung, Diabetes, Fettleber und Knochenschwund sondern auch vor Zahnerkrankungen schützt?

Laut gängigem Vorurteil hängen die Vorlieben beim Essen auch vom Geschlecht ab. – Männer essen Fleisch, Frauen lieber Salat.

Tatsächlich zeigt eine Verzehrstudie von 2008, dass sich weder Frauen noch Männer wirklich gesund ernähren. – Was daraus folgt, können Sie sich denken, auch die Gesundheit unserer Kinder leidet darunter.

Tatsächlich essen Männer mehr Fleisch und trinken öfter Alkohol. Das war´s auch schon mit dem Unterschied. Beide Geschlechter naschen etwa gleich viel und verzehren viel zu wenig Gemüse. Vor allem bei den vielseitigen Kohlangeboten, hört die Liebe zu Gemüse meistens auf. Im Durchschnitt ist es gerade mal die Hälfte der empfohlenen Menge.

© Bildagentur PantherMedia  / Carina Hansen
© Bildagentur PantherMedia / Carina Hansen

Wenig Wurst – viele Vollkornprodukte


Die Grundregel für eine ideale Kost lautet nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung:

 

• Reichlich Kartoffeln und Vollkornprodukte
• Täglich insgesamt fünf Portionen Gemüse und Obst
• Jeden Tag Milch und Milchprodukte
• Ein- bis zweimal pro Woche Fisch
• Fleisch und Wurst reduzieren (max. 100g am Tag)
• Zucker und Fett maßvoll konsumieren – pflanzliche Öle bevorzugen.


Folgen Sie diesen Vorgaben, tun Sie bereits eine Menge für Ihr körperliches Wohl. Gesundes, ausgewogenes Essen liefert alle nötigen Vitalstoffe, beugt Übergewicht und Diabetes vor und schützt Herz und Kreislauf.
Vollwertige Speisen erfordern kräftiges Kauen – wodurch das Zahnfleisch massiert und die Durchblutung gefördert wird. Davon profitieren Zähne und Zahnfleisch. Der Biss ins Vollkornbrot, das Knabbern von Möhren oder der Verzehr von Müsli regt die Speichelbildung an. Das ist für die Zähne sehr wichtig, da Speichel für deren natürliche Selbstreinigung sorgen. Dagegen sind weniger gesunde Nahrungsmittel zu weich: Weißmehlbrötchen mit Honig oder Marmelade, Spaghetti Bolognese oder Hamburger lassen sich schon nach wenigenn Kaubewegungen mühelos verdrücken.

© Bildagentur PantherMedia  / afak Cak r
© Bildagentur PantherMedia / afak Cak r

Intensives Kauen festigt zudem den Zahnschmelz. Faserreiche Lebensmittel wie Obst und Gemüse entfalten zudem eine gewisse Reinigungswirkung an der Zahnoberfläche. Dadurch können bakterielle Beläge nicht so gut anlagern, wie bei weichen Speisen, die zudem oft auch klebrig sind (Honig, Marmelade, Kuchen, Kekse, Trockenobst, Chips und Flips)

 

Naschen erlaubt?


Zucker ist und bleibt Zahnfeind Nummer eins. Er schädigt den Zahnschmelz jedoch nicht
direkt. Zur Entstehung von Karies führt die Verknüpfung von Zucker, Zahnbelag und Zeit. Zucker wird von Bakterien im Mund in Säuren umgewandelt, welche dann die für den Zahnschmelz wichtigen Mineralien herauslösen. Findet dieser Prozess über eine längere Zeit statt, entstehen Löcher in der normalerweise glatten Schmelzoberfläche. – Karies beginnt.
Jedoch ist weniger die Menge des verzehrten Zuckers, sondern die Häufigkeit der Nascherei über den Tag verteilt, der entscheidende Faktor. Wer also zwischendurch Süßigkeiten nascht, versorgt die Plaquebakterien andauernd mit Nachschub um Säuren zu produzieren.
Dennoch müssen Sie nicht gänzlich auf Süßigkeiten verzichten.

 

Wenn Sie Kekse, Kuchen und Schokolade ausschließlich nach den Hauptmalzeiten zu sich nehmen und anschließend die Zähne putzen, lässt sich die Kariesgefahr stark begrenzen.
Sollten Sie keine Zahnbürste zur Hand haben, gönnen Sie sich einen zuckerfreien Zahnpflegekaugummi. So wird zumindest die Spülwirkung des Speichels erhöht. Übrigens stammen aggressive Säuren nicht nur von Bakterien. Viele Erfrischungs- und isotonische Sportgetränke enthalten Zusätze wie Ascorbinsäure (unter der Bezeichnung Vitamin C zusammengefasst) und Zitronensäure. Sie weichen den Zahnschmelz auf.
Zahnärzte sprechen von Erosion. – Eine der häufigsten Ursachen für schmerzempfindliche Zähne, da der Zahnschmelz regelrecht weggeätzt wird und das weichere Dentin freilegt.
Ein plötzlicher, scharfer Schmerz beim zu sich nehmen heißer oder kalter Speisen und Getränke, ist ein typisches Symptom. Schon eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten genügt, um Zahnerosion zu vermeiden.
Genießen sie Fruchtsäfte und Sportgetränke in Maßen. Lassen Sie danach mindestens eine halbe Stunde vergehen, bevor Sie die Zähne putzen. So vermeiden Sie, dass der angegriffene Zahnschmelz zusätzlich strapaziert wird.


Versteckter Zucker!


Nicht immer ist Zucker so offensichtlich in Lebensmitteln enthalten wie bei Schokolade, Bonbons und anderen Süßigkeiten. Viele industriell verarbeitete Lebensmittel, bei denen wir es nicht erwarten, enthalten reichlich Zucker:

 

• Cornflakes enthalten oftmals mehr als 20 Prozent Zucker und Frühstücksflocken für Kinder gar bis zu 40 Prozent.
• Müsliriegel bis zu 40 Prozent
• Fruchtjogurt bis zu 15 Prozent
• Eistee, Buttermilch mit Frucht (-aroma) und Konserven (z.B. Rotkohl) mehr oder weniger als 10 Prozent.
• Grillsaucen, Senf und Ketchup bis zu 30 Prozent
• Biermixgetränke teilweise mehr als 5 Prozent


Darüber hinaus können auch stärkehaltige Produkte wie Kräcker, Salzbrezeln (-stangen),
Chips und Flips Kariesfördernd wirken, da sie lange an den Zähnen und in den Zahnzwischenräumen haften bleiben. Speichel und Bakterien können dadurch die Stärke in Zucker umwandeln.