Newsletter Juli 2015:


 Fotolia 75903168 - Beautiful young woman blowing dandelion flower © mimagephotos
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Mundgeruch erfolgreich beseitigen

 

Ein Thema, das den meisten unangenehm ist und schon gar keines, über das man gerne spricht. Da Betroffene den schlechten Atem nicht wahrnehmen, sind sie jedoch auf den diskreten Hinweis ihrer Mitmenschen angewiesen. Etwa 25 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen und leiden zu bestimmten Tageszeiten darunter.

Die sogenannte Halitosis ist etwas, das unbedingt abgeklärt werden sollte.

 

Wie entsteht Mundgeruch?

 

Durch Billionen von Mikroben die sich in der Mundflora jedes Menschen tummeln und abgestorbene Zellen, Essensresten und Blut zersetzen. Sie befinden sich an den Zähnen in den Zahnzwischenräumen, den Zahnfleischtaschen und auf der Zunge. Die Ausscheidungen dieser fürs Auge unsichtbaren, fressgierigen Biester, sind flüchtige und übel riechende Schwefelverbindungen, die wir als Mundgeruch wahrnehmen.  

 

Der Magen

 

Ohne Zweifel kann sich die Ursache an einem zwiebelhaltigen Mittagessen finden lassen. Kaffee, Knoblauch, Zigarettenkonsum, Alkohol, Wurst und mannigfaltige stark gewürzte Speisen hinterlassen ihre Wirkung. Doch diese Gerüche sind lokale Ursachen. In den seltensten Fällen ist der Magen schuld. Daher ist der Gang zum Arzt auch erst ratsam, nachdem keine Oralen Ursachen erkennbar sind.

 

Die Zunge

 

In den Schlupfwinkeln der Mundhöhle, vor allem auf der rauen Oberfläche der Zunge fühlen sich die Bakterien am wohlsten. Untersuchungen haben ergeben, dass sich im Belag der Zunge eine 10-fach höhere Bakteriendichte zeigt. Zungenbelag ist daher die häufigste Ursache für Mundgeruch.

Die regelmäßige Anwendung eines Zungenreinigers ist daher empfehlenswert. Zumal sich dadurch das Risiko für Karies und Zahnfleischentzündungen verringern lässt.

Auch eine unbehandelte Karies oder eine Pilzinfektion kann zu schlechtem Atem führen. Darum sollten Sie Ihre Mundhygiene und Prothesenpflege nicht vernachlässigen. Wer nicht regelmäßig und gründlich genug putzt, muss damit rechnen, dass Belege entstehen.

 

Stress

 

Da Stress und bestimmte Phasen des Menstruationszyklus die Zusammensetzung des Speichels beeinflussen, stehen sie im Verdacht, sich auf den Geruch des Atems auszuwirken. 

Entzündete Nasennebenhöhlen, Mandeln oder der Rachen sorgen ebenfalls für schlechten Atem. „Ich habe die Nase voll“, oder eine fehlende Stimme, sind nicht selten Stressbedingt und sorgen ebenfalls für eine unangenehme Duftnote des Atems. 

 

Ursachenfindung und die richtige Therapie

 

Betroffene versuchen oftmals mit Pfefferminzbonbons und Kaugummi, sogar mit Petersilie und Ingwer dagegen anzugehen, doch das hilft nur kurzfristig. Der Geruch wird dadurch zwar überdeckt, aber die Ursache wird nicht behandelt.   

 

Das Geruchsproblem wird durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren ausgelöst. Selten lässt es sich nur auf einen Auslöser zurückführen. Um die Ursache herauszufinden empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt. Er beurteilt den Pflegegrad der Zähne und entdeckt mögliche Erkrankungen im Mund- Rachenraum, die er dann behandelt. Gegebenenfalls verweist er Sie an einen Spezialisten weiter.

 

Eingebildeter Mundgeruch?

 

Menschen, die aus welchen Gründen auch immer, denken, dass sie unter Mundgeruch leiden, lassen sich vom Gegenteil überzeugen, wenn bei der Diagnose in der Zahnarztpraxis, kein Geruch festgestellt wird. Zum einen kann die Untersuchung des Atems durch ein spezielles Messgerät in der Praxis erfolgen, zum anderen auch zu Hause mit der Airbag-Methode. Nehmen Sie einen Plastikbeutel (7 Liter) und atmen Sie in ihn hinein. Gehen Sie dann zehn Minuten an die frische Luft, dann öffnen Sie den Beutel und riechen hinein.

Geräte zum Selbsttest haben sich als untauglich erwiesen. 

 

Wie kann man Mundgeruch vermeiden?

 

Die häufigste Ursache von Mundgeruch ist mangelnde Mundhygiene, daher sollten Sie auf penible Pflege von Zähnen, Zahnfleisch und Mundraum achten.

 

  1.  zweimal täglich Zähne putzen ( Zahnseide und Zahnzwischenraumbürste )
  2.  Zunge von Belägen und Bakterien befreien
  3.  Zahnbürste spätestens alle drei Monate wechseln
  4.  Die Zähne mindestens zweimal im Jahr professionell reinigen lassen ( PZR)
  5.  Zahnprothesen, Implantate oder Zahnspangen mindestens einmal täglich nach Anweisung des Zahnarztes reinigen
  6.  zuckerfreien Kaugummi kauen um den Speichelfluss anzuregen
  7.  Wasser trinken um Keime und Reste hinunterzuspülen
  8.  regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt    

 

TIPP DES MONATS:

 

Autsch! Viele Menschen verspüren beim Eis essen oder beim Trinken kalter Getränke einen scharfen, ziehenden Schmerz. Freiliegende Zahnhälse sind oftmals die Ursache. Sie sollten den Zahnarzt aufsuchen. Er kann die empfindlichen Stellen mit Kunststoff oder einem Fluoridlack versiegeln. So kann man dann den Sommer mit Eis und gekühlten Getränken genießen.