Newsletter Dezember 2015:


An apple a day keeps the doctor away –

Diesen Spruch hat wohl jeder schon mal gehört.

 

© Bildagentur PantherMedia  / Anna Omelchenko
© Bildagentur PantherMedia / Anna Omelchenko

Martin Luther sagte: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Ein Apfel am Tag erspart den Doktor. Durch die Vielzahl seiner Inhaltstoffe – Provitamin A, Vitamin C, E und B1, B2, B6 sowie Spurenelemente und Mineralien wie Magnesium, Kalzium, Phosphor, Kalium und Eisen – ist der Apfel in der Tat ein Heilmittel. Dabei besteht er zu 85% aus Wasser und hat nur rund 60 Kalorien. Trauben- und Fruchtzucker liefern schnell Energie.

Durch wissenschaftliche Untersuchungen erhielt man Hinweise, dass Apfelesser seltener an Bronchial- und Lungenkrankheiten leiden. Das wird auf die so genannten Katechine – sekundären Pflanzenstoffe im Apfel zurückgeführt. Außerdem reguliert er die Darmtätigkeit. Selbst das Krebsrisiko scheint durch die in der Frucht enthaltenen Flavonoide und Carotinoide gemindert zu werden, da sie eine antioxidative Wirkung auf den Organismus haben.

Auf Grund der vielen verschiedenen Fruchtsäuren gilt er als Zahnbürste der Natur.

 

© Bildagentur PantherMedia  / egal
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Wussten Sie, dass der Apfel erst im 6.Jahrhundert in Mitteleuropa Einzug hielt?

 

Ursprünglich stammt er aus Asien, wahrscheinlich dem Kaukasus und Himalaya. Den Römern verdanken wir, da sie eine Veredelungsmethode, die Kunst des Pfropfens beherrschten, dass der Apfel im 16. Jahrhundert zu einem Wirtschaftsgut wurde. Im 19. Jahrhundert begann die gezielte Züchtung.

 

17 Kilo Früchte, die als goldener Zankapfel zum Trojanischen Krieg führten, isst jeder Deutsche im Jahr und durchschnittlich trinkt jeder etwa elf Liter Apfelsaft.

Weltweit gibt es 20.000 bekannte Apfelsorten, doch nur rund 1.000 Sorten wachsen in Deutschland. Lediglich vier gängige Apfelsorten decken rund 70 Prozent des europäischen Apfelmarktes ab. In der Bundesrepublik wurden im vergangenen Jahr rund 945.000 Tonnen Äpfel geerntet.

 

Alte oder neue Sorten?

 

Durch die ansteigende Zahl Allergiker (ca. 60% Pollenallergiker), geht man dazu über, wieder vermehrt „Alte Sorten“ zu züchten.

Bei den neuen Sorten wurden bei der Züchtung Polyphenole entzogen, damit der Apfel länger ohne braune Flecken bleibt. Dadurch kann jedoch ein bestimmtes Eiweiß nicht mehr abgebaut werden, wodurch allergische Reaktionen ausgelöst werden.

 

Folgende „Alte Sorten“ können auch Allergiker essen:

Berlepsch, Alkamene, Finkenwerder Herbstprinz, roter Grafensteiner, Rubinette, Pilot, Altländer Pfannkuchen, Ontario, Santana, weißer Glockenapfel, weißer Klarapfel, Goldparmäne und Boskop.

Es versteht sich von selbst, dass alle Äpfel, auch Bio Äpfel, vor dem Verzehr kurz aber gründlich mit heißem Wasser abgewaschen werden müssen.

 

Der Apfel als Heilmittel

 

Wegen ihres hohen Kaliumgehalts ist die Apfelschorle bei Sportlern sehr beliebt.

Obwohl am Abend nichts Rohes gegessen werden soll, fördert der Apfel den Schlaf.

Eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel hat die im Apfel enthaltene Fructose und sie steigert die Konzentrationsfähigkeit.

Außerdem wird über die Ballaststoffe und Fruchtsäuren die Zahnreinigung gefördert.

Selbst Rheuma und Gicht können durch die Apfelsäure gelindert werden.

Durch das Gurgeln von Apfelessig lassen sich Rachen- und Halsentzündungen vermindern.

Bei Heiserkeit kann ein gebratener Apfel mit Honig helfen.

Apfelschalentee ist bei Nervosität und geistiger Erschöpfung zu empfehlen.

Ein roher, mit Schale geriebener Apfel kann Durchfall lindern und bei Verstopfung hilft ein gut gekauter Apfel. Der Pektingehalt im Apfel ist ein wertvoller Ballaststoff, der der für eine gesunde Darmflora und ein ausgeglichenes Darmmilieu sorgt.

Das harmonische Gleichgewicht im Körper wirkt sich auch auf das Erscheinungsbild der Haut aus.

Täglich ein Apfel, kann Alzheimer vorbeugen und sogar das Wachstum von Krebstumoren kann man durch seinen Verzehr bremsen. Das liegt an dem antioxidative Wirkstoff Quercetin, das Entzündungen hemmt und freie Radikale unschädlich macht. Diese hochaggressiven Moleküle entstehen zum Beispiel verstärkt in Stresssituationen und können die Erbsubstanz schädigen.

Niederländischen Forschern gelang es nachzuweisen, dass bereits 25 Gramm Äpfel am Tag das Risiko von Schlaganfällen um neun Prozent senken konnten.

Erst vor einigen Monaten veröffentlichte ein Team der Florida State University eine Studie die besagt, dass Äpfel Cholesterinwerte verbessern können. Bereits nach sechs Monaten sank der Wert des LDL-Cholesterins um 23 Prozent.


Tipp des Monats:

© Bildagentur PantherMedia  / lyashik
© Bildagentur PantherMedia / lyashik

Bratapfel Rezept!

Zutaten:

2 mittelgroße Apfel (Boskop)

2 EL gehackte Mandeln

1 EL gehackte Pistazien

2 EL Sultaninen in 2 EL Calvados oder Rum eingelegt

1-2 EL Honig

2 EL Butter

1 Messerspitz Zimt

 

Zubereitung:

Die Äpfel gut waschen, das Kernhaus großzügig ausstechen und die Schale oben übers Kreuz einritzen. Gehackte Mandeln und Pistazien, eingelegte Sultaninen, Honig und Zimt miteinander vermischen.

Die Masse in die Äpfel füllen und Butterflocken obendrauf geben. Mit der restlichen Butter eine feuerfeste Form ausbuttern und die Äpfel einsetzen.

Im vorgeheizten Backofen bei 180-200°C ca. 20 Min. braten, wenn nötig mit Alufolie abdecken.

 

Viel Spaß beim Nachmachen und guten Appetit.

 

 

 

 

 

 

 

Frau Doktor Seibold wünscht Ihnen ein geruhsames Weihnachtsfest

und einen guten Rutsch ins Jahr 2016.


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