Newsletter Deszember 2014


Endlich ist er da – der erste Zahn!

 

Normalerweise kommen die ersten Beißerchen zwischen dem sechsten und neunten Monat.

In der Regel zeigen sich zuerst die beiden unteren, dann die oberen Schneidezähne. Die anderen Zähne folgen von vorne nach hinten, bis sich das Gebiss mit etwa zwei bis zweieinhalb Jahren vervollständigt hat.

Übrigens, der Begriff "Milchzähne" entstand vermutlich im 16.Jahrhundert, basierend auf der Durchbruchphase der Milchzähne während der Stillzeit. Denkbar wäre jedoch auch, dass der Name von der Zahnfarbe abgeleitet wurde. Da die ersten Zähne deutlich heller sind – so weiß wie Milch – als die mehr gelblichen bleibenden Zähne.

Die 20 Milchzähne erfüllen eine Art Platzhalterfunktion für die späteren, zweiten Zähne. Sie füllen die Räume aus, tragen entscheidend zur Entwicklung der bleibenden Zähne, der Kieferentwicklung und der Sprachfähigkeit bei und stellen, entgegen der landläufigen Meinung, sie seien nicht wichtig, die Weichen für die Zukunft.

 

Gesunde Ernährung – gesunde Zähne

 

Die beste Nahrung für Ihr Baby ist Muttermilch, doch bedenken Sie, dass sie große Mengen Milchzucker enthält. Zucker ist der beste Freund der Karies. Bakterien im Mund wandeln diesen in zahnschädigende Säure um und das wiederum fördert die Entstehung von Karies. Entscheidend dabei ist nicht die Menge, sondern die Häufigkeit des Zuckerverzehrs. Über den Tag verteilt setzt er die Zähne einem permanenten Säureangriff aus.

Darum und weil sich Karies direkt auf die nachkommenden Zähne übertragen kann, sollten Milchzähne vom ersten Tag an gepflegt werden. Der ständige Infekt in der Mundhöhle schwächt zudem die Immunabwehr.

Eine besondere Rolle für Aufbau und Erhalt der Zähne spielt dagegen der Mineralstoff Kalzium. Milch und Milchprodukte wie Käse Quark und Jogurt gehören daher auf den täglichen Speiseplan.

Gründliches Kauen fester fasriger Lebensmittel regt den Speichelfluss an. Der Speichel ist das wichtigste natürlichste Schutzsystem, er neutralisiert schädliche Säuren reinigt die Zähne und remineralisiert den Zahnschmelz. Frisches Obst, Gemüse und Getreideprodukte sorgen für den richtigen Biss.

 

Zähneputzen – Der beste Schutz vor Karies

 

Zähneputzen ist eine schwierige Angelegenheit, daher sollten Sie Ihr Kind auf jeden Fall unterstützen.

Besorgen sie für ihr Baby eine Lernzahnbürste mit einem kindgerechten, weichen Borstenkopf und eine entsprechende Zahnpasta, da diese weniger Fluorid enthält. Fluorid gilt zwar als Schutz vor Karies, wird aber von Kindern nicht in gleicher Menge benötigt wie von Erwachsenen. Geben Sie zum Putzen eine erbsengroße Menge auf die Bürste. Sie enthält etwa 0,25mg Fluorid. Eine solche Dosis kann den kleinen Organismus auch dann nicht schädigen, wenn Ihr Kind die Paste hinunterschluckt.

Die meisten Zahnärzte halten heute übrigens zusätzliche Fluoridtabletten für überflüssig, da Kinder bereits genügend mit der Nahrung aufnehmen.

Übrigens: Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sichern die Zahngesundheit Ihres Kindes.

 

Aber was tun, wenn ihr Kind keine Lust auf Zähneputzen hat?

 

Wecken Sie das Interesse an dem, was da im Mund los ist. Bauen Sie die Zahnpflege spielerisch in das abendliche Zubettgeh-Ritual ein. Tauschen Sie doch einfach mal die Rollen, drücken Sie Ihrem Kind die Bürste in die Hand und lassen Sie sich von ihm die Zähne putzen. Dann lässt es Sie bestimmt auch mal ran. Und vor allem machen Sie sich den kindlichen Nachahmungstrieb zunutze: Lassen Sie Ihr Kind beim Zähneputzen zuschauen. So bieten Sie ihm die Möglichkeit, sich das Putzen, Ausspucken und Spülen abzugucken.

Bis zum 2. Geburtstag genügt es, die Milchzähne einmal am Tag zu reinigen, dann ist zweimaliges Putzen mit einer altersgerechten Zahnbürste empfehlenswert.

Bedenken Sie, dass Kinder erst mit etwa drei Jahren in der Lage sind, die Bürste richtig zu halten - die korrekte Putztechnik beherrschen sie erst im Grundschulalter. Dennoch sollten Sie Ihrem Zweijährigen ruhig mal die Bürste in die Hand geben.

Wenn Ihr Kind fertig geputzt hat, sollten Sie jedoch noch einmal gründlich nachputzen, damit auch wirklich alle Milchzähne erreicht werden.

 

Zähne putzen mit der KAI-Methode

 

Erst die Kauflächen, dann außen, zuletzt innen.

Leiten Sie Ihr Kind dabei an:

Bei „K“ darf das Krokodil das Maul ganz weit aufreißen, bei „A“ knurrt der Tiger mit zusammengebissenen Zähnen und malt Kreise auf die Außenflächen, bei „I“ gähnt die Giraffe und fegt die Krümel von den Innenseiten.

Benutzen Sie auch frühzeitig Zahnseide, um enge Zahnzwischenräume zu reinigen.

Bereits im Alter von drei Jahren kann das Kind auf eine elektrische Zahnbürste umsteigen und ist für „Zahnputzmuffel“ eine echte Alternative. Auch das Nachputzen der Eltern gelingt bestens.

Im Alter von etwa sechs Jahren beginnen die Milchzähne dann wieder auszufallen, um nach und nach durch 32 neue, die zweiten Zähne, ersetzt zu werden.

Frau Dr. Seibold und Frau Mann sind Spezialisten im Bereich Kinderzahnheilkunde.

Rufen Sie in unserer Praxis an und vereinbaren Sie einen Vorsorgetermin für Ihr Kind.